Koordinationstraining als Ausgleichssport und im Leistungssport
Über koordinative Fähigkeiten zu verfügen heißt, physische Bewegungsabläufe harmonisch miteinander abstimmen und vom Zentralnervensystem aus effektiv steuern zu können.
Koordinationstraining sorgt also für die Harmonisierung dieser Bewegungsabläufe und kommt damit dem Trainierenden in jedem Fall zugute. Zielgruppe sind Kinder, Rehabilitanden, ältere Menschen, sowie jeder normale Mensch und Sportler.
Was passiert beim Koordinationstraining?
Durch Training der koordinativen Fähigkeiten wird erreicht, dass Bewegungsabläufe schneller, genauer und mit weniger Energieaufwand ausgeführt werden können, was sich wiederum positiv auf den gesamten Energiehaushalt des Körpers auswirkt: durch Koordinationstraining wird der Körper praktisch wie ein sensibles Instrument gestimmt, geschult und in Schwung gebracht, sodass er effektiver reagieren kann. Das Ergebnis ist eine natürlichere höhere Leistungsfähigkeit und ein allgemeiner höherer Energiepegel, was ein erfüllteres Leben ermöglicht.
Koordinationstraining als Ausgleichssport
Koordinationstraining als Ausgleich und als Bereicherung zum alltäglichen „Koordinationsrepertoire“, welches oft sehr eingeschränkt ist, kann das Wohlbefinden entscheidend steigern und damit auch wieder den Alltag bereichern.
Beim Koordinationstraining für eine verbesserte Gesundheit geht es um die Schulung verschiedener koordinativer Fähigkeiten, die insgesamt wieder ein Ganzes bilden.
Eine koordinative Fähigkeit ist zum Beispiel die Orientierungsfähigkeit – dabei handelt es sich um die raumorientierte Steuerung von Bewegungen – Wirbelsäulengymnastik in verschiedenen Körperpositionen eignet sich zum Training dieser koordinativen Fähigkeit. Auch die Rhythmusfähigkeit gehört zu den koordinativen Fähigkeiten – dabei handelt es sich um das Erfassen, Wahrnehmen, Speichern und Umsetzen eines vorgegebenen Rhythmus. Dieser ist durch rhythmische Bewegungen zu Musik gut trainierbar. So gibt es eine Reihe von koordinativen Fähigkeiten, alle zusammen genommen bilden die Gesamtkoordinationsfähigkeit.
Koordinationstraining im Leistungssport
Koordinationstraining kann auch mit einer klaren Orientierung zur Leistungssteigerung ausgeführt werden, um als Profi, aber natürlich auch als Amateur, deutlich bessere Leistungen zu erzielen. Dann ist der Fokus ein anderer als z. B. beim Ausgleichssport.
Die Koordinationsfähigkeit spielt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle und wird sozusagen spezialisiert und besonders fokussiert, um Leistungssteigerungen zu erzielen.
In vielen Sportarten kommt den koordinativen Fähigkeiten eine besondere Bedeutung zu: durch das spezielle Training der Koordination können z. B. im Fußball oder im Basketball deutlich höhere Leistungen erzielt werden, die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert und natürlich auch die individuelle Fitness und der Aufbau der Muskulatur
Dafür gibt es spezielle Trainingsgeräte, die erprobt und vielfach bewährt haben, mit denen genau diese sportlichen Anforderungen eintrainiert werden können.
Beispiele hierfür sind die Koordinationsleiter oder die Slalomstangen.
Die Koordinationsleiter ist ein relativ einfaches Gerät, wie eine Strickleiter konzipiert, die auf den Trainingsplatz gelegt wird, sodass sie zwischen den Sprossen Felder bildet. Diese Felder werden in schnellem Tempo mit Schrittfolgen durchlaufen, die die Koordination schulen. Mit diesem Gerät können Sportler Höchstleistungen erzielen.
Slalomstangen eignen sich ebenfalls sehr gut – mit einigen Slalomstangen wird ein Parcours aufgebaut, indem die Stangen in regelmäßigen Abständen gesteckt werden.
Darum wird dann ein Slalom gelaufen.
Was ist beim Koordinationstraining zu beachten?
Unabhängig davon, für welchen Zweck Koordinationstraining betrieben wird, ist es gut, auf Folgendes zu achten:
Zur Gewährleistung eines effektiven Koordinationstrainings:
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Koordinationstraining sollte nur bei optimalem
Regenerationszustand betrieben werden.
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Koordinationstraining immer vor dem Konditionstraining
machen.
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Bewusste und exakte Bewegungsausführung
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Wiederholtes und planmäßiges Trainieren