Koordinationstraining
Das Training der Koordination und damit aller damit zusammenhängenden koordinativen Fähigkeiten im gesundheitlichen, physischen Bereich kann auf mehreren Ebenen statt finden:
Im Bereich der Prävention, Gesundheit und Fitness, im Bereich Rehabilitation, der Erziehung bzw. kindlichen Entwicklung sowie als Koordinationstraining für ältere Menschen.
Im Folgenden geht es vor Allem um den Bereich der Gesundheitsvorsorge und Fitness im Koordinationstraining:
Da im beruflichen und privaten Alltag heute der Körper oft einseitig belastet wird oder viele Menschen viel Zeit im Sitzen verbringen, ist ein Ausgleich sinnvoll. Koordinationstraining spielt dabei eine ganz entscheidende Rolle.
Wirkung eines koordinativen Trainings
Wenn man von einer „guten Koordination“ spricht, bedeutet das, dass Zentralnervensystem und Skelettmuskulatur bei Bewegungsabläufen gut oder optimal zusammen spielen.
Dementsprechend ist es Ziel des gesundheitspräventiven Koordinationstrainings, dieses Zusammenspiel optimal zu unterstützen und zu trainieren.
Ist dieses Ziel erreicht, sind Bewegungsabläufe präzise, direkt, und laufen ökonomisch ab. Dies wiederum führt dazu, dass für Bewegungsabläufe ein Minimum an Energie aufgewendet wird, der Körper weniger Sauerstoff und weniger Kraft braucht und so leistungsfähiger wird und weniger schnell ermüdet, so dass insgesamt ein größeres Wohlbefinden im Alltag mit mehr Entspannung entsteht, kurz: eine Steigerung der Lebensqualität.
Wie genau kann dieses Ziel erreicht werden?
Verschiedene koordinative Fähigkeiten im Koordinationstraining
Die Koordination von Bewegungsabläufen besteht aus verschiedenen koordinativen Fähigkeiten, die einzeln und verschieden trainiert werden können.
Hier drei Beispiele für koordinative Fähigkeiten:
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von der Kopplungsfähigkeit spricht man, wenn es darum geht, Teilkörperbewegungen untereinander zu kombinieren und zu organisieren in ihrem zeitlichen, räumlichen und dynamischen Ablauf.
Dies kann beispielsweise trainiert werden durch Übungen auf einem sogenannten „Therapiekreisel“, einem Trainingsgerät oder durch Kombination von Bein- und Armbewegungen bei Aerobic
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von der Gleichgewichtsfähigkeit ist die Rede, wenn es darum geht, das Körpergleichgewicht zu halten, während sich äußere Bedingungen ändern.
Dies kann trainiert werden durch Krafttraining mit freien Gewichten, Gleichgewichtsübungen auf einem Kreisel oder auf dem Rebounder.
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von der Umstellungsfähigkeit spricht man, wenn es um die Anpassung von Bewegungsabläufen an bestimmte Situationen geht.
Dies kann beispielsweise trainiert werden durch einen Hindernisparcours, eine neue Tanz-Choreographie o. Ä.
Zwei Übungen zum Koordinationstraining
Einbeinstand zur Gleichgewichtsfähigkeit
Bei dieser relativ bekannten Koordinationsübung steht man auf einem Bein, das zweite Bein ist leicht angehoben. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich erhöhen und die Übung variieren, z. B. indem man die Übung mit geschlossenen Augen durchführt, sich auf eine weiche Matte stellt.
Der Baum im Wind
Wie ein Baum im Wind bewegt man bei dieser Übung den Körper von den Fußgelenken aus in alle vier „Himmelsrichtungen“ – nach vorne, nach hinten und zu beiden Seiten. Dabei sind die Arme und Körper gestreckt und die Füße stehen hüftbreit parallel.