Koordinationstraining


Freizeit- und Profisportlern ist der Begriff Koordinationstraining sicher geläufig - doch was genau ist eigentlich Koordinationstraining im weiteren Sinne?

„Koordinationstraining“ ist setzt sich aus den beiden Wörtern „Koordination“ und „Training“ zusammen.

Im Arbeitsbereich bedeutet Koordination so viel wie die zeitweise Übereinstimmung von zwei verschiedenen Aktivitäten im produktiven Sinn: man koordiniert Termine miteinander, man spricht sich ab, um Energien zu bündeln und besser zusammen zu arbeiten.

Darüber hinaus bedeutet „Koordination“ im Bereich von Körper und Gesundheit, also der Physiognomie so viel wie ein gutes Zusammenspiel von motorischen und sensorischen Abläufen des Körpers – das harmonische Zusammenwirken zweier Muskeln beispielsweise.
Koordinationsfähigkeit hat in diesem Bereich ganz entscheidend mit Gesundheit und Fitness zu tun: Menschen mit einer guten Koordinationsfähigkeit können beispielsweise ihren Alltag besser bewältigen.

Schließlich hat die Koordinationsfähigkeit im Sport und Leistungssport noch einmal eine zusätzliche  Bedeutung  - dort steht sie zusätzlich zum gesundheitlichen Aspekt in engem Zusammenhang mit großer Leistungsfähigkeit und einem effektiven Wettkampf.

Worum geht es beim Koordinationstraining?


Wie das Wort selbst schon sagt, ist das Koordinationstraining primär dazu da, die Koordinationsfähigkeit zu trainieren, zu verbessern und zu verfeinern, beispielsweise für eine dementsprechend bessere Gesamtbefindlichkeit oder um im Leistungssport bessere Ergebnisse zu erzielen.

Unabhängig davon, ob es sich um sportliches Training handelt oder um Alltagsfähigkeiten, in beiden Fällen geht es darum, das Bewegungssystem zu trainieren. Wenn die Kommunikation zwischen Muskeln und Zentralnervensystem effektiv funktioniert, wirkt sich das positiv auf die Körperstabilität aus, beispielsweise dadurch, dass die Wirbelsäule stabiler ist, Gelenke beweglicher und der Körper auf Belastungen besser reagieren kann.
Ein Körper, der Bewegungsabläufe gut koordinieren kann, verbraucht weniger Energie und ist im Alltag und im Beruf leistungsfähiger.

Betrachten wir den Aspekt der Gesundheitsförderung genauer, geht es im Wesentlichen um drei Bereiche des Koordinationstrainings:

Koordinationstraining für Kinder, d.h., das primäre Erlernen von Koordinationsfähigkeiten

Koordinationsschulung als Prävention und Fitness für mehr Lebensqualität

Koordinationstraining für ältere Menschen oder Menschen in Rehabilitation

Koordinationstraining in der Rehabilitation oder im Alter


Es ist relativ natürlich, dass im Alter allgemein die Koordinationsfähigkeit nachlässt. Man kann dem durch regelmäßiges Koordinationstraining aktiv entgegen wirken, um grundsätzlich bis ins hohe Alter aktiver sein zu können. Auch zur Rehabilitation nach verschiedenen Krankheiten oder Operationen eignet sich Koordinationstraining, um koordinative Fähigkeiten wieder her zu stellen oder zu verbessern.

Hier zwei Beispiele für Koordinationsübungen, die sich für eine gemischte Gruppe von Senioren und Rehabilitanden eignen:
 

"Das Spinnrad"

Die rechte Hand macht die Bewegung des Garnaufwickelns, während gleichzeitig der linke Fuß treten muss, als ob er ein Rad in Bewegung setzte. Dieses etwa 30 Sekunden lang üben, dann umgekehrt.

„Vertauschen“

Folgender Ablauf wird 5-6 Mal wiederholt:
Hände im Schoß,
Linke Hand über dem Kopf zur Faust ballen
Rechte Hand klopft auf den linken Oberschenkel
Hände wieder in den Schoß,
Rechte Hand über dem Kopf zur Faust ballen,
Linke Hand klopft auf den rechten Oberschenkel
Hände wieder in den Schoß.

Auch leichte Tänze oder Sitztänze sind besonders gut geeignet, die Koordinationsfähigkeit zu schulen oder bei der Rehabilitation zu unterstützen. Die Bewegung zur Musik wirkt auch auflockernd und das Üben wird leicht.